Vom 18. bis 28. August hieß es für die Masters-Schwimmerinnen und -Schwimmer: Koffer packen, Schwimmbrille einstecken und ab nach Šamorín! Bei den Europameisterschaften traf sich die europäische Masters-Elite – und mittendrin natürlich auch eine kleine, aber feine Abordnung aus Niedersachsen.
Für W98 gingen Igor Borovsky und Tanja Jantzen an den Start. Außerdem mit dabei waren Julia Dreyer, die auch Mitglied bei W98 ist, aber für die SG Böhmetal startet sowie Dagmar Fischer, Claudia Scholz und Jacqueline Beil, allesamt Masters-Schwimmerinnen aus der näheren Umgebung Hannovers.
Die drei letztgenannten sind bei uns längst keine Unbekannten mehr: Gemeinsam mit der W98-Truppe waren sie bereits beim Trainingslager auf Lanzarote dabei. Seitdem scheint die Verbindung zu W98 nicht nur sportlich ausgesprochen gut zu funktionieren – auch mit dem Gedanken, vielleicht irgendwann einmal ganz offiziell für W98 ins Wasser zu gehen, wird offenbar schon ein wenig geliebäugelt.
Wir sagen dazu nur: Die Tür ist offen – und die Startblöcke sind bereitgestellt.
Igor sorgt für das Highlight
Das sportliche Glanzlicht aus W98-Sicht setzte Igor Borovsky In einem packenden Rennen über 200 Meter Schmetterling kämpfte er bis zum Anschlag und sicherte sich am Ende den Vizemeistertitel der Masters.
Silber bei einer Europameisterschaft – das kann sich wahrlich sehen lassen! Damit erzielte Igor zugleich das beste Ergebnis für W98 in Šamorín. Gerne hätte er noch den Deutschen Rekord mitgenommen, aber das hat er sich für das nächste Mal aufgehoben.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Leistung!
Tanja mit vollem Programm
Auch Tanja Jantzen hatte sich einiges vorgenommen – und offenbar beschlossen, dass ein paar Starts mehr oder weniger keinen Unterschied machen. Sie ging über 50, 100 und 200 Meter Freistil sowie über 50 und 100 Meter Rücken an den Start.
Damit aber noch nicht genug: Auch im Freiwasser über 1,5 Kilometer bei nicht gerade warmen Wasser (18,3 Grad) stellte sie sich der europäischen Konkurrenz.
Die Bilanz konnte sich sehen lassen: Mit Platzierungen auf Rang fünf und sechs und insgesamt guten Leistungen zeigte Tanja, dass sie auch auf internationalem Parkett ordentlich mithalten kann.
Das Freiwasserrennen verlangte dabei neben Ausdauer natürlich auch Orientierung, taktisches Geschick und eine gewisse Robustheit im Umgang mit der Konkurrenz. Schließlich geht es im Freiwasser nicht immer ganz so gesittet zu wie auf den acht sauber getrennten Bahnen im Schwimmbecken. Da wird gedrängelt, geschoben, getaucht und um die beste Position gekämpft – und zwischendurch muss man irgendwie auch noch schwimmen. Kurz gesagt: Im Freiwasser braucht man nicht nur gute Schwimmzeiten, sondern auch Ellbogen, Orientierungssinn und ein gewisses diplomatisches Geschick.
Julia – erst schwimmen, dann fliegen!
Eine besondere Geschichte lieferte Julia Dreyer. Julia absolvierte im Becken die 200 Meter Schmetterling und die 50 Meter Schmetterling mit guten Leistungen. Darüber hinaus stellte sie sich auch im Freiwasser über 1,5 und 3 Kilometer der europäischen Konkurrenz.
Das 3-km-Rennen hatte dabei allerdings noch eine besondere Zusatzanforderung: Julia musste sich beeilen – nicht nur wegen der Konkurrenz, sondern auch wegen ihres Fliegers. Nach dem Rennen stand nämlich noch der Weg zum Flughafen auf dem Programm. Allzu gemütlich durfte es also im Wasser nicht werden. Julia löste die Aufgabe allerdings souverän: Sie schwamm die 3 Kilometer in einer hervorragenden Zeit und schaffte damit sowohl sportlich als auch logistisch eine echte Punktlandung.
Oder anders gesagt: Erst die Konkurrenz abhängen, dann den Flieger erwischen.
Ein starkes Team – auch außerhalb des Wettkampfbeckens
Was die Reise nach Šamorín besonders schön machte, war der Teamgeist. Aus unterschiedlichen Vereinen und mit unterschiedlichen sportlichen Hintergründen entstand eine Gruppe, die schon beim gemeinsamen Trainingslager auf Lanzarote bestens harmonierte. Und wer weiß: Vielleicht wird aus dem bisherigen „Liebäugeln“ von Dagmar, Claudia und Jacqueline mit W98 ja irgendwann mehr. Für die nächste Meisterschaft könnte die W98-Mannschaft dann noch ein gutes Stück größer und schlagkräftiger werden.










