< Waspo 98 auch in der Fortsetzung erfolgreich
15.05.17 14:43 Alter: 191 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

Ein Tag zum Feiern ...

Wasserballer machen Finaleinzug vorzeitig klar


Mit Waspo 98 erstmals im Finale der deutschen Meisterschaft: Roger Kong. Foto: Jens Witte

Am Ende wurde es deutlich: In den Play-offs um die deutschen Meisterschaft setzte sich Pokalsieger Waspo 98 Hannover vor heimischer Kulisse auch im dritten Duell der hartumkämpften Halbfinalserie gegen Vorjahresfinalist ASC Duisburg mit 12:7 (2:2, 3:2, 4:1, 3:2) durch und entschied den „best of five“-Vergleich mit 3:0 vorzeitig zu seinen Gunsten. Die Niedersachsen hatten tags zuvor an gleicher Stelle mit 9:7 sowie am Mittwochabend an der der Wedau mit 14:13 nach Fünfmeterwerfen gewonnen und stehen erstmals seit 2002 wieder im Finale der deutschen Meisterschaft. Duisburg kämpft gegen den OSC Potsdam (0:3-Gesamtniederlage gegen Spandau) um Bronze.

Am Beckenrand herrschte bereits vor dem Anschwimmen des dritten Halbfinalduells Feier- und Partylaune: Keine 200 Meter entfernt hatten zuvor die Fußballer von Hannover 96 mit dem 1:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart die Weichen in Richtung Bundesligarückkehr gestellt, und eine Reihe von Wasserballfans kam direkt aus dem benachbarten Stadion direkt ins Niedersachsens Schwimm- und Wasserballarena hinüber. Da die Hausherren an diesem Abend auch nicht allzu viel zittern und konnten die Anhänger bereits vorzeitig „Finale“-Gesänge anstimmen.

Duisburgs National- und Jugendnationalspielerensemble kämpfte erneut bis zum Umfallen, konnte diesmal allerdings einzig im ersten Abschnitt beim 1:1 und 2:2 ausgleichen und schwamm im weiteren Spielverlauf fortwährend einem Rückstand hinterher. Im zweiten Abschnitt zog Hannover dann bereits auf 5:2 (13.) davon, Duisburg schlug mit zwei Treffern zum 4:5-Halbzeitstand noch ein letztes Mal zurück. Direkt nach der Halbzeitpause trafen die Hausherren dann allerdings mit den ersten drei eigenen Angriffen dreimal in Folge und gingen mit dem 8:4 (19.) sogar mit gleich mit vier Toren Vorsprung in Führung.

Insgesamt erreichte die Partie nicht das Niveau der hochattraktiven Vortagsbegegnung, und der Dreierschlag erwies sich im Nachhinein bereits als Vorentscheidung: Duisburg gelang in der Folge nicht mehr allzu viel und schien sich bei den verbliebenen Überzahlchancen selbst im Weg zu stehen. Hannovers Abwehr um Schlussmann Roger Kong gab sich keine Blöße mehr, und auch schwimmerisch ließ sich für die Gäste an diesem Tag nichts bewegen. Nachdem Waspo98-Torjäger Aleksandar Radovic mit seinem vierten Treffer des Abends dann sogar auf 10:5 (27.) erhöht hatte, gingen die Niedersachsen vollends in den Ergebnisverwaltungsmodus über.

„Wir haben sie gar gekocht“, kommentierte Waspo98-Trainer Karsten die Partie und den Verlauf der Finalserie, die am Mittwochabend bei der Auftaktbegegnung in Duisburg noch ein Fünfmeterwerfen erlebt hatte. Seehafer steht damit nach dem Titelgewinn von 1993 als Spieler nun erstmals auch als Trainer im Finale der deutschen Meisterschaft. Für Waspo 98 war es der siebte Sieg im siebten Saisonvergleich beider Teams, die sich zuvor unter anderem auch im nationalen Pokalfinale sowie der zweiten Runde der Champions League gegenübergestanden hatten.

Am Beckenrand herrschte bereits vor dem Anschwimmen des dritten Halbfinalduells Feier- und Partylaune: Keine 200 Meter entfernt hatten zuvor die Fußballer von Hannover 96 mit dem 1:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart die Weichen in Richtung Bundesligarückkehr gestellt, und eine Reihe von Wasserballfans kam direkt aus dem benachbarten Stadion direkt ins Niedersachsens Schwimm- und Wasserballarena hinüber. Da die Hausherren an diesem Abend auch nicht allzu viel zittern mussten , konnten die Anhänger bereits vorzeitig ihre „Finale“-Gesänge anstimmen.

Duisburgs National- und Jugendnationalspielerensemble kämpfte erneut bis zum Umfallen, konnte diesmal allerdings einzig im ersten Abschnitt beim 1:1 und 2:2 ausgleichen und schwamm im weiteren Spielverlauf fortwährend einem Rückstand hinterher. Im zweiten Abschnitt zog Hannover dann bereits auf 5:2 (13.) davon, Duisburg schlug mit zwei Treffern zum 4:5-Halbzeitstand noch ein letztes Mal zurück. Direkt nach der Halbzeitpause trafen die Hausherren dann allerdings mit den ersten drei eigenen Angriffen dreimal in Folge und gingen mit dem 8:4 (19.) sogar mit gleich mit vier Toren Vorsprung in Führung.

Insgesamt erreichte die Partie nicht das Niveau der hochattraktiven Vortagsbegegnung, und der Dreierschlag erwies sich im Nachhinein bereits als Vorentscheidung: Duisburg gelang in der Folge nicht mehr allzu viel und schien sich bei den verbliebenen Überzahlchancen selbst im Weg zu stehen. Hannovers Abwehr um Schlussmann Roger Kong gab sich keine Blöße mehr, und auch schwimmerisch ließ sich für die Gäste an diesem Tag nichts bewegen. Nachdem Waspo98-Torjäger Aleksandar Radovic mit seinem vierten Treffer des Abends dann sogar auf 10:5 (27.) erhöht hatte, gingen die Niedersachsen vollends in den Ergebnisverwaltungsmodus über.

„Wir haben sie gar gekocht“, kommentierte Waspo98-Trainer Karsten die Partie und den Verlauf der Finalserie, die am Mittwochabend bei der Auftaktbegegnung in Duisburg noch ein Fünfmeterwerfen erlebt hatte. Seehafer steht damit nach dem Titelgewinn von 1993 als Spieler nun erstmals auch als Trainer im Finale der deutschen Meisterschaft. Für Waspo 98 war es der siebte Sieg im siebten Saisonvergleich beider Teams, die sich zuvor unter anderem auch im nationalen Pokalfinale sowie der zweiten Runde der Champions League (!) gegenübergestanden hatten.

Mit dem KO der Gäste endete zugleich einer der längsten Serien des deutschen Wasserballs: Seit 2007 hatte sich der ASC Duisburg und Rekordgewinner Wasserfreunde Spandau 04 zehnmal in Folge in der Finalserie gegenübergestanden. Im diesjährigen Endspiel stehen sich vom 3. Juni an in einem weiteren „best of five“-Duell nun erstmals seit 2002 wieder Hannover und Titelverteidiger Spandau gegenüber, die im bisherigen Saisonverlauf einzig in den direkten Duellen Niederlagen einstecken mussten. Die Berliner haben ihrerseits zum 24. Mal die Finalserie erreicht und schraubten damit an einer weiteren Marke.

 

Deutsche Wasserball-Liga 2016/2017

Halbfinale Play-offs („best of five“)

Mittwoch, den 10. Mai 2017 (Spiel 1)
19:00 ASC Duisburg – Waspo 98 Hannover 13:14 (2:2, 1:1, 3:4, 4:3/3:4) nach Fünfmeterwerfen – Stand der Serie: 0:1
20:00 OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04 8:19 (2:6, 1:5, 2:6, 3:2) – Stand der Serie: 0:1

Sonnabend, den 13. Mai 2017 (Spiel 2)
16:00 Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 20:12 (5:1, 7:1, 4:6, 4:4) – Stand der Serie: 2:0
18:30 Waspo 98 Hannover – ASC Duisburg 9:7 (2:3, 3:2, 2:1, 2:1) – Stand der Serie: 2:0

Sonntag, den 14. Mai 2017 (Spiel 3)
14:00 Wasserfreunde Spandau 04 Berlin – OSC Potsdam 18:10 (5:1, 4:2, 5:4, 4:3) – Endstand: 3:0
18:30 Waspo 98 Hannover – ASC Duisburg 12:7 (2:2, 3:2, 4:1, 3:2) – Endstand: 3:0

Mit Dank an Wolfgang Philipps (Text) und Jens Witte (Foto)


 
© Wassersportfreunde 2012